Die Neuerungen der m.objects-Version 9.0

Neuerungen auf der Timeline und im Werkzeugfenster


In erster Linie fallen in m.objects v9.0 die neuen Farbgebungen der Lichtkurven ins Auge. Diese erscheinen nun je nach Modus der Bildmischung in einem dunklen gelblichen(additiv), grünlichen (überlappend) oder grauen(Maskierung) Farbton, der auf einen Blick erkennen lässt, wie eine Montage oder eine Überblendung aufgebaut ist. Sie sehen also sofort, welcher Modus der Bildmischung an der jeweiligen Stelle zum Einsatz kommt. Die Farbcodierung ist dabei angelehnt an die bekannte Farbdarstellung im Balken unterhalb der Lichtkurve.

Videoclips auf der Timeline lassen sich nun wahlweise so einstellen, dass nur der erste und letzte Frame des jeweils sichtbaren Ausschnitts in der Lichtkurve angezeigt wird. Auch in diesem Modus ist die verzögerungsfreie Anzeige des Frames an der exakten Position des Mauszeigers mittels gedrückter Shift-Taste verfügbar.

Auch im Werkzeugfenster werden Sie in der neuen m.objects-Version Änderungen feststellen.Dieser zentrale Bereich der Software bietet jetzt eine übersichtliche hierarchische Struktur der für die jeweilige Komponente verfügbaren Werkzeuge. Makros, Dynamikwerkzeuge und Mediendateien liegen nun in separaten Zweigen innerhalb einer Baumstruktur, die Sie einzeln auf- und zuklappen können. Zusätzlich haben wir auch Blenden und Toneffekte in das Werkzeugfenster aufgenommen, die sich damit direkt auf die Lichtkurven bzw. Tonspuren ziehen lassen. Der Weg über Formulare und Kontextmenüs ist hierfür also nicht mehr notwendig. Beim Ziehender Werkzeuge ist darüber hinaus das jeweilige Symbol am Mauszeiger ständig zu erkennen.

Die Arbeit mit dem Werkzeugfenster wird durch diese Neuerungen deutlich komfortabler. Ein Tipp in diesem Zusammenhang: Die neue Baumstruktur lässt sich besonders effizient nutzen, wenn Sie das Werkzeugfenster links neben den Spuren in der Arbeitsoberfläche andocken.

Color Grading


m.objects v 9.0 unterstützt in allen Lizenzen ab m.objects basic die Anwendung sogenannter Lookup-Tables, kurz LUTs, die Videos und Fotos auf vielfältige Weise in ihrer Farbwirkung verändern. Lookup-Tables kommen seit vielen Jahren schon in der Nachbearbeitung von Spielfilmen zum Einsatz. Videofilmern wird diese Technik also bereits ein Begriff sein, die sich in der neuen m.objects-Version aber nicht nur auf den Einsatz auf Videosequenzen beschränkt, sondern auch auf Standbilder anwendbar ist. Für unzählige Effekte stehen im Internet kostenlose Kreativ-LUTs zur Verfügung, die sich in m.objects ganz einfach einsetzen und ab m.objects live sogar in ihrer Wirkung modifizieren lassen.

Das Color Grading, also die Farbbearbeitung mit LUTs stellt ein hohes Maß an kreativen und künstlerischen Möglichkeiten zur Nachbearbeitung Ihrer Multivisionen zur Verfügung, denn Farben können spezifische Stimmungen erzeugen und emotionale Wirkungen von Bildern gezielt verstärken. Daneben unterstützt m.objects v9.0 auch die Verwendung von Korrektur-LUTs, die für professionelle Filmkameras zum Einsatz kommen.

Die Verarbeitung der Lookup-Tables erfolgt im Dynamikobjekt zur Bild- /Videoverarbeitung (ab m.objects live verfügbar) oder wahlweise auch im Bearbeitungsfenster von Videos oder Bildern. Außerdem können Kreativ-LUTs mit wenigen Mausklicks auch auf komplette Präsentationen angewendet werden. So entsteht ein individueller Look, der die Aussagekraft und Wirkung Ihrer Bilder und Videos unterstützt.

Weißabgleich in der Bild-/Videoverarbeitung

ab m.objects live

Eine weitere Neuerung ist der Weißabgleich in der Bild- und Videoverarbeitung, dessen Einsatz denkbar einfach ist: Sie aktivieren im Bild-/Videobearbeitungs-Werkzeug die neue Pipettenfunktion und klicken im Bild oder Video auf einen Punkt, der farblich neutral – grau oder weiß – dargestellt werden soll. Diese Farbe wird entsprechend korrigiert, wobei auch alle weiteren Farben ebenfalls angepasst werden. Da die m.objects Bild- und Videoverarbeitung ein Dynamikobjekt ist, können Sie den Weißabgleich auch dynamisch verändern. Das kann gerade bei Videos mit nachgeführtem Weißabgleich durch die Kamera sinnvoll sein, um hier den Weißabgleich an die jeweilige Szenerie anzupassen.

Videoexport im Standard H.265 und rasend schnell mit Hardware-Beschleunigung


Mit v9.0 erweitert m.objects nun auch den Video-Export um den aktuellen Codec H.265 (auch bekannt unter der Bezeichnung HEVC). Passend dazu gibt es neue Presets in den Exporteinstellungen speziell für 4K-Ausgabegeräte.

m.objects nutzt nun bei allen Video-Exporten in den Formaten H.264 und H.265 Hardware-Encoding, das bei geeigneter Grafikkarte den Rechenprozesses um ein Mehrfaches beschleunigt. Der Export einer m.objects-Show als Video – auch in hoher Auflösung – geht damit erheblich schneller vonstatten als bisher, je nach Grafikkarte bis zu zehn mal schneller.

Für Stereoskopiker gibt es hierbei ebenfalls wichtige Neuerungen:3D-Präsentationen sind jetzt auch in den Formaten H.264 und H.265 sowie als Einzelbildsequenz exportierbar.

Videotrimming: framegenau und ohne jeden Qualitätsverlust




Videos werden in den allermeisten Fällen mit den bewährten m.objects-Funktionen auf einen bestimmten Ausschnitt hin geschnitten. Version 9.0 bietet nun die neue Option, die Videos zu trimmen, also als neue Datei zu speichern, die nur noch die tatsächlich benötigte Länge plus eine wählbare Schnittreserve für spätere Bearbeitungen besitzt. Das spart eine erhebliche Menge an Speicherplatz.

Der entscheidende Punkt dabei: Das Trimmen erfolgt ohne erneute Kompression – also ohne jeden Qualitätsverlust gegenüber dem Original und dadurch auch sagenhaft schnell. Wahlweise werden die Videodateien auf der Timeline unmittelbar gegen die getrimmte Version ausgetauscht – framegenau, versteht sich. Diese Vorgehensweise funktioniert mit nahezu beliebig codierten Video-Dateien.

Die neue Screenshot-Funktion


Auf vielfachen Wunsch hin ist es jetzt möglich, das aktuelle Ausgabebild der m.objects-Leinwand ganz einfach mit der Taste [Druck] und in wählbarer Auflösung zu speichern. Im Laufe einer Multivision entstehen schließlich viele sehenswerte Bildkompositionen, die Sie auf diese Weise als separates Bild festhalten können,sei es für hochwertigen Druck, Ihre Homepage oder das Vorschaubild eines YouTube-Videos.

Ausgewählte Objekte und Sequenzen als Video exportieren


Ähnlich wie Sie in den Tonspuren einzelne Samples und Ausschnitte als separate Tondatei abspeichern können, lassen sich mit m.objects v9.0 jetzt auch einzelne Objekte oder Arrangements auf den Bildspuren als Video speichern. Der Export erfolgt als mp4-Videound lässt sich wie beim Videoexport einer gesamten Präsentation noch detailliert oder mit einem vorgewählten Preset passend einstellen.

Die neue Funktion ist besonders gut geeignet, um beispielsweise aufwändige Animationen, Zeitraffer oder extrem hochaufgelöstes Videomaterial in eine neue, separate Datei umzuwandeln,die die Performance des Computers weniger belastet. Der entsprechende Bereich der Show kann einfach durch das neu erstellte Video ersetzt werden.

Mit den Pfeiltasten auf der Timeline navigieren


Die Pfeiltasten (rechts / links) der Tastatur können Sie in m.objects v9.0 für die Navigation auf der m.objects-Timeline zu nutzen. In Videosequenzen navigieren Sie so frameweise vor und zurück, außerhalb von Videosequenzen bewegt sich der Locator um je 20 ms nach rechts oder links. Halten Sie dabei die Taste [Strg] gedrückt, erfolgt wie bisher eine Bewegung der aktuellen Selektion auf das jeweils folgende oder vorhergehende Objekt derselben Spur.

Objekte anpassen bei Änderung der Geschwindigkeit


Mit dem Timing-Objekt können Sie Videos und Tonsamples in ihrer Geschwindigkeit modifizieren. Das bedeutet aber auch, dass das jeweilige Video oder Sample anschließend eine längere oder kürzere Standzeit benötigt, die bislang noch manuell anzupassen war. Mit der neuen Version führt m.objects diesen Schritt wahlweise automatisch durch.

Kommentare als Textdatei exportieren


Wer mit der Kommentarfunktion arbeitet, hat nun außerdem die Möglichkeit, die Kommentare aus einer Show als Textdatei zu exportieren. Das kann hilfreich sein, um ein Script zu erstellen und dieses zum Beispiel auszudrucken.

Bildbewertung wahlweise verdeckt


Im Formular für den Bildbewertungs-Modus lässt sich nun auswählen, ob die Wertung der einzelnen Juroren während des Bewertungslaufs im Screen offen angezeigt oder verdeckt durchgeführt wird. Bei verdeckter Anzeige verraten die pro Juror eingeblendeten Symbole lediglich, ob die Wertung bereits erfolgt ist, indem das zuvor graue Fragezeichen-Symbol grün eingefärbt wird.

Die Neuerungen der m.objects-Version 8.1

Dynamikprozessor




Der Dynamikprozessor ermöglicht es, Abweichungen in der Lautheit (also der empfundenen Lautstärke) auszugleichen. Das Problem kennen viele Produzenten von Multivisionen, dass nämlich Musikstücke, gesprochene Texte und O-Töne als sehr unterschiedlich laut wahrgenommen werden. Aufwändige und zeitintensive Korrekturarbeiten sind somit üblicherweise die Folge. Der neue Dynamikprozessor schafft hier sehr wirkungsvoll Abhilfe, indem er deutliche Abweichungen zwischen leisen und lauten Passagen verringert, ohne aber kurzfristige Entwicklungen der Dynamik einzuebnen. Die spezifische Charakteristik gerade von besonders anspruchsvoller Musik bleibt also erhalten, jedoch werden unterschiedlich laut eingesprochene Texte oder in der Dynamik stark differierende Musikstücke aus unterschiedlichen Quellen wirkungsvoll aufeinander abgestimmt.

Der neue Dynamikprozessor steht als globales Werkzeug, das also auf alle Tonsamples einer Produktion Einfluss nimmt, in allen Ausbaustufen zur Verfügung. Ab m.objects live gibt darüber hinaus in den Toneffekte (s.u.) auch die Option, den Dynamikprozessor individuell auf einzelne Samples anzuwenden.

Neue Toneffekte

ab m.objects live

Mit neuen Toneffekten erweitert m.objects v8.1 die kreativen Anwendungen der zuletzt neu aufgestellten Audio-Engine. Die Toneffekte lassen sich dabei für jedes Tonsample individuell konfigurieren.



Stereo-Mix ändern
Mit dieser Option lässt sich der linke und rechte Tonausgang tauschen (L/R tauschen) oder beide Kanäle gemeinsam als Mono-Sound ausgeben (L+R nach Mono). Darüber hinaus ist es auch möglich, das Tonsignal aus dem linken oder dem rechten Kanal auf beiden Ausgängen auszugeben (L nach Mono bzw. R nach Mono). Diese Option kommt zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn eine Aufnahme durch ein technisches Problem nur in einem Kanal aufgezeichnet wurde oder einer der beiden Kanäle Störungen enthält.

Equalizer
Mit dem sehr flexibel einstellbaren Equalizer lassen sich Höhen, Mitten und Bässe der Tonsamples differenziert anpassen. Dumpf klingende Aufnahmen erhalten so mehr Brillanz, während an anderer Stelle dröhnende Bässe oder störend dominierende Mitten in der Musik zurückgenommen werden. Die Anpassungen erfolgen in einem Diagramm mithilfe von Anfassern. Bei Bedarf können den bestehenden Anfassern auch beliebig viele weitere Anfasser hinzugefügt werden, um somit differenzierte Veränderungen vorzunehmen.

Halleffekt
Mit dem Halleffekt erhalten Tonsamples nachträglich eine akustische Umgebung. Das bietet sich zum Beispiel bei eingesprochenen Kommentaren oder Mono-Aufnahmen an, die mit dem Halleffekt einen räumlichen Charakter erhalten.

Dynamik-Prozessor
Als individueller Toneffekt lässt sich der neue Dynamikprozessor auch auf einzelne Tonsamples anwenden. Dadurch können die Einstellungen des globalen Dynamikprozessors an den entsprechenden Stellen gezielt durch individuelle Werte überschrieben oder ganz deaktiviert werden.

Animation von Reiserouten und freigestellten Formen




Eine animierte Reiseroute vermittelt dem Publikum einen wirkungsvollen Eindruck vom Verlauf einer Reise. Daher wird dieses Stilmittel in Multivisionen gerne eingesetzt. Waren für die Erstellung einer animierten Reiseroute früher aufwändige Konstruktionen mit Masken notwendig, so bietet m.objects mit den neuen QuickBlending-Effekten Füllung und Flutwelle Werkzeuge für eine ebenso einfache wir effektvolle Umsetzung an. Die beiden neuen Effekte zeichnen freigestellte Linien exakt nach. Mit einem einzigen Mausklick legt der Anwender den Startpunkt der Animation fest, für den Rest sorgt das Programm. Dabei ist es völlig unerheblich, wie differenziert der Verlauf der Reiseroute ist. Die entscheidenden Parameter lassen sich natürlich auch hier individuell einstellen, und die Geschwindigkeit der Animation wird einfach über die Länge der Auf- oder Abblendung des Bildes mit dem Routenverlauf geregelt. Die Option Füllung sorgt dafür, dass die Linie vom Startpunkt bis zum Ende vollständig nachgezeichnet wird, während die Option Flutwelle einen Teilabschnitt der Linie dargestellt, der vom Startpunkt zum Endpunkt durchläuft.

Mit den beiden neuen QuickBlending-Werkzeugen lassen sich nicht nur Reiserouten, sondern auch andere freigestellte Formen nachzeichnen, sodass sich eine Fülle von kreativen Gestaltungsmöglichkeiten ergibt.

Ducking-Indikator für Live-Vorträge

ab m.objects live

Für spontane Kommentare während einer laufenden Präsentation bietet das manuelle Ducking die Möglichkeit, die Lautstärke per Tastendruck auf einer Fernbedienung oder der Tastatur abzusenken und danach wieder auf gleichem Weg auf den normalen Level zu erhöhen. Damit der Referent den aktuellen Zustand des Ducking im Blick hat, bietet m.objects einen neuen Indikator, der sich in den Leinwand-Einstellungen aktivieren lässt. In einer frei wählbaren Ecke des Screens wird dann mit ebenfalls wählbarer Intensität ein unauffälliges Pfeil-Symbol sichtbar, während die Ducking-Funktion aktiviert ist.

Optimiertes Video-Handling auf der Timeline


Um speziell in der Lichtkurve eines Videos das genaue Ende des Inhalts anzuzeigen, fügt m.objects bei Bedarf an der betreffenden Stelle eine senkrechte rote Linie ein. Diese neue Funktion kommt zum Beispiel dann zum Einsatz, wenn durch die Arbeit mit dynamischen Zeitlupen- oder Zeitraffereffekten das Timing des Videos verändert wird. Um danach ein ungewolltes Stehenbleiben des letzten Videoframes zu vermeiden, muss die Lichtkurve in ihrer Länge ggf. angepasst werden, was mit der neuen Markierung einfach umzusetzen ist.

Spuren individuell benennen


Einzelne Spuren auf der m.objects-Timeline lassen sich jetzt mit einem frei wählbaren Namen versehen. Das sorgt für eine bessere Übersicht, wenn zum Beispiel eine Spur speziell für Masken, Hintergründe, Texte oder O-Töne verwendet wird eine entsprechende Bezeichnung erhält. Auch Spuren für die Lichtsteuerung (DMX) profitieren davon. Wenn der Mauszeiger mit gedrückter Shift-Taste über die Spuren bewegt wird, erscheint neben dem Mauszeiger der gewählte Name.

Schnelle Übersicht über Objekteigenschaften




Die wichtigsten Parameter einzelner Objekte auf der Timeline lassen sich nun direkt anzeigen, ohne dass dabei das jeweilige Eigenschaftenfenster geöffnet werden muss. Dafür bewegt wird einfach der Mauszeiger bei gedrückter Shift-Taste über das entsprechende Objekt bewegt, worauf neben dem Zeiger die entscheidenden Werte eingeblendet werden. Für ein Zoomobjekt sind das zum Beispiel der Zoomfaktor und die Lage des Zoomzentrums.